01
Ein Agent ist ein Ablauf mit Entscheidungsspielraum
Bei einer festen Automatisierung steht der nächste Schritt meist vorher fest. Ein Agent kann Informationen einordnen und aus mehreren erlaubten Aktionen wählen. Er braucht deshalb einen klaren Auftrag, zugelassene Werkzeuge und Grenzen für jede Aktion.
Ein Chatbot führt ein Gespräch. Ein Agent erledigt eine Aufgabe. Die beiden können zusammen auftreten, sind aber nicht dasselbe.
02
Wo ein Einsatz sinnvoll sein kann
Sinnvoll sind Aufgaben, bei denen ein Team heute wiederholt Informationen sucht, sortiert und für den nächsten Schritt vorbereitet. Der Agent kann recherchieren, klassifizieren oder einen Entwurf anlegen, während eine Person die fachliche Entscheidung behält.
- Neue Anfragen nach Thema und Zuständigkeit vorsortieren
- Dokumente aus einem Eingang erkennen und zur Prüfung zuordnen
- Aus freigegebenen Quellen einen Angebots- oder Antwortentwurf vorbereiten
- Rechercheergebnisse in eine strukturierte Liste überführen
03
Die Grenze gehört in den Entwurf
Ein Agent sollte nicht selbst bestimmen, was er darf. Das Team legt fest, welche Daten gelesen werden, welche Systeme Aktionen erlauben und wann eine Übergabe erfolgt. Unsicherheit, fehlende Quellen und widersprüchliche Angaben brauchen einen sichtbaren Weg in die Prüfung.
Besonders vorsichtig sollten Unternehmen bei Versand, Preisen, Verträgen, Personal- und Gesundheitsdaten sein. Ein Entwurf ist dort oft sinnvoll; eine unbeaufsichtigte Aktion nicht.
04
Der kleinste brauchbare Start
Wählen Sie eine Aufgabe mit einem klaren Anfang, einem klaren Ergebnis und wenigen Systemen. Testen Sie normale Fälle, fehlende Angaben und absichtlich unklare Eingaben. Wenn niemand sagen kann, wann der Agent aufhören soll, ist die Aufgabe noch nicht bereit.